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Vielleicht findest du dich hier ein bisschen selbst wieder...

Manchmal begegnet uns plötzlich ein Gefühl, das wir lange nicht mehr gespürt haben – ausgelöst durch ein Gespräch, eine Erinnerung oder einen ganz unscheinbaren Moment. Und auf einmal ist sie da: eine leise, aber tiefe Sehnsucht.

Oft glauben wir zuerst, wir würden einen Ort vermissen, eine Zeit oder vielleicht einen Menschen. Doch wenn wir genauer hinsehen, geht es um etwas anderes. Die Sehnsucht nach uns selbst.

Nach der Version von uns, die einmal leichter war, freier, lebendiger. Die gelacht hat, spontan war und sich selbst nicht ständig hinten angestellt hat.

Gerade als Mütter oder Eltern, die viel Verantwortung tragen, passiert dieses leise Verschwinden oft unbemerkt. Man funktioniert, organisiert, kümmert sich – und hält alles zusammen. Und irgendwann wird einem bewusst: Es ist so viel da, und doch fühlt es sich an, als wäre man selbst irgendwo auf der Strecke geblieben. Nicht ganz weg, aber leiser geworden.

Und dann gibt es diese Momente, in denen wir uns wieder spüren. Wir erinnern uns daran, wie sich Lebendigkeit anfühlt, wie leicht das Leben sein kann, wie viel Freude und Bewegung in uns steckt. In solchen Momenten wird klar: Ich vermisse nicht mein Leben – ich vermisse MICH in meinem Leben.

Genau hier beginnt etwas Wichtiges. Es geht nicht darum, alles zu verändern oder irgendwohin zurückzugehen. Vielmehr dürfen wir uns fragen, wie wir dieses Gefühl wieder in unser heutiges Leben einladen können. Denn vielleicht fehlt uns einfach der Raum für die Verbindung zu uns selbst, der lange keinen Platz mehr hatte.

Und dieser Raum darf wieder wachsen – nicht durch große Entscheidungen, sondern durch kleine, echte Momente. Durch Lachen, durch Musik, durch Begegnungen, durch all die Dinge, die keinen Zweck erfüllen müssen, außer dich wieder spüren zu lassen.

Vielleicht ist genau das der erste Schritt zurück zu dir.

Wenn du dich in diesen Zeilen wiedererkennst, darfst du wissen: Du bist damit nicht allein. Und du musst diesen Weg auch nicht alleine gehen.

Eine kleine Frage für dich zum Mitnehmen: Wann hast du dich das letzte Mal wirklich lebendig gefühlt – und was davon könntest du heute, ganz behutsam, wieder in dein Leben einladen?

Das leise Verschwinden...

Igendwann passiert es ganz leise…

Man ist noch da.
Man funktioniert.
Man kümmert sich um alles.

Aber irgendwo auf dem Weg ist etwas verloren gegangen.

Nicht das Leben.
Nicht die Liebe.
Sondern man selbst.

Man lacht weniger.
Man ist weniger leicht.
Weniger verspielt.

Und oft merkt man es erst, wenn plötzlich ein Gefühl auftaucht, das einen tief berührt.

Eine Erinnerung.
Ein Gespräch.
Ein Moment…

Und man denkt sich:
„So habe ich mich früher gefühlt…“

Reflexionsfrage:
Wo in deinem Leben fühlst du dich gerade mehr funktionierend als lebendig?

Ich vermisse mich...

Manchmal glauben wir, wir vermissen einen Ort.
Oder eine Zeit.
Oder einen Menschen.

Aber wenn wir ehrlich sind…
vermissen wir oft etwas ganz anderes:

Uns selbst.

Die Version von uns, die frei war.
Die gelacht hat.
Die spontan war.
Die sich selbst nicht ständig zurückgestellt hat.

Und das kann weh tun.

Weil wir merken:
Dieser Teil ist nicht weg…
aber er hat lange keinen Platz mehr gehabt.

Reflexionsfrage:
Welche Seite an dir vermisst du gerade am meisten?

Zwischen Dankbarkeit und Sehnsucht...

Du darfst beides fühlen.

Dankbarkeit.
Und Sehnsucht.

Du darfst dein Leben lieben…
und trotzdem etwas vermissen.

Das eine schließt das andere nicht aus.

Es macht dich nicht undankbar.
Es macht dich menschlich.

Denn auch wenn du für andere da bist –
bleibst du ein eigener Mensch mit eigenen Bedürfnissen, Träumen und Gefühlen.

Reflexionsfrage:
Was fühlst du gerade, das du dir bisher vielleicht nicht erlaubt hast zu fühlen?

Der vergessene Teil in dir...

 

 

Da gibt es einen Teil in dir…

Der tanzen will.
Der lachen will.
Der einfach mal nichts muss.

Der leicht sein will.
Verspielt.
Lebendig.

Und vielleicht hast du genau diesen Teil irgendwann leiser gemacht,
weil das Leben ernst geworden ist.

Aber er ist nicht weg.

Er wartet.

Nicht darauf, dass du dein ganzes Leben veränderst…
sondern darauf, dass du ihm wieder ein bisschen Raum gibst.

Reflexionsfrage:
Was würde dieser Teil von dir heute tun, wenn er wieder mehr Platz hätte?

Zurück zu dir...

 

 

Vielleicht geht es gar nicht darum, irgendwohin zurückzugehen.

Sondern darum, wieder bei dir anzukommen.

In kleinen Momenten.
Im Hier und Jetzt.

Ein Lachen.
Ein Lied.
Ein Gespräch.
Ein Gefühl von Lebendigkeit.

Du musst nicht alles verändern.
Du darfst dich einfach wieder ein Stück mehr einladen.

Du bist nicht allein damit.
Und du musst diesen Weg nicht alleine gehen.

Reflexionsfrage:
Was kannst du heute tun – ganz klein – um dich wieder ein bisschen mehr zu fühlen?

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